Weiterbildung
 

Ein Trauma
ist eine seelische Wunde, die auf ein oder mehrere Ereignisse zurückgeht. Im Zustand von extremer Angst und absoluter Hilflosigkeit ist der Mensch häufig außerstande, diese traumatische Erfahrung vollständig zu verarbeiten und diese in sich zu integrieren. Bewusst oder unbewusst vermeidet er Personen, Situationen, Themen und sogar Gefühle, die ihn an das Trauma erinnern könnten. Nicht selten liegen die traumatischen Ereignisse in der Kindheit und können gar nicht mehr bewusst nachvollzogen werden. Ein Teil der im Schock mobilisierten Energie bleibt wie eingefroren im Inneren gebunden. Gelingt es dem Betroffenen die Prozesse wieder schrittweise zu vervollständigen, so kann er zu seinen angeborenen, lebenswichtigen

fRAGEZEICHEN 113564_original_R_K_by_Claudia Brefeld_pixelio

Reaktionsmglichkeiten wieder Zugang finden und so seine volle Lebensenergie zurückgewinnen. Ein Trauma ist in diesem Sinne keine Krankheit, sondern ein Überlebensprozess, der nicht zum Abschluss gebracht wurde.

 

„Die Traumaarbeit...
...ist vollendet, wenn die Persönlichkeit in der Lage ist, Erinnerungen und Gefühle im Zusammenhang mit dem Trauma bewusst hervorzurufen, ohne ihnen verhaftet zu bleiben." (Fischer-Riedesser).

Diese Weiterbildung
vermittelt durch praxisnahe Seminare Kenntnisse und Fähigkeiten zur Behandlung traumatisierter Menschen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Behandlung komplexer Traumatisierung mittels Verfahren, die mit „inneren Anteilen" arbeiten. Hier werden Ihnen die Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie PITT von Luise Reddemann und die therapeutischen Ansätze von Michaela Huber vertraut gemacht und Sie lernen gängige Stabilisierungsmethoden kennen.

In Kleingruppen
ist die Möglichkeit gegeben, sich mit eigenen Themen auseinanderzusetzen und sich selbsterfahrungsbezogen in der praktischen Umsetzung des Erlernten zu üben. Darüber hinaus soll die Möglichkeit geboten werden, eigene Arbeitserfahrungen einzubringen und zu reflektieren.
Diese Ausbildung ersetzt allerdings keine Eigentherapie und setzt eine Grundstabilität voraus.

Das Ziel
der Ausbildung ist es, mit Traumatisierten arbeiten zu können und den Klienten kognitive und körperliche Ressourcen zu vermitteln, die ihnen neue Handlungsmöglichkeiten in ihrem Leben aufzeigen. Wir möchten Ihnen eine "schlanke Weiterbildung" anbieten, die sich ohne weitere Auflagen oder Prüfungsstress auf das Wesentliche konzentriert.

Inhalte der Ausbildung:

Block 1 – Grundlagenseminar

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Definition des Begriffs Trauma und Diagnostische Kriterien
  • Die Säulen der Identität und Basisannahmen
  • Bausteine der traumatherapeutischen Arbeit nach Luise Reddemann/PITT und Michaela Huber
    • Vertrauensbasis und Information
    • Stabilisierung
    • Bearbeitung
    • Transfer und Ablösung
  • Block 2 –  „Ressourcenorientierte Stabilisierung“ und „spezielle  
                       Gesprächsführung“ in der Arbeit mit Traumatisierten
  • Stabilisierung
  • Spezielle Gesprächsführung:
  • Auseinandersetzung im geschützten Dialog ermöglichen Umgang mit Schuld, Scham und Wut, Suizidalität, Notfälle und Krisenintervention
  • Block 3 – Trauma in Familien
  • Primäre und sekundäre Traumatisierung in Familien
  • Trauma und Bindungsstörungen
  • Block 4 – Bausteine der traumatherapeutischen Arbeit
  • Trauma-Synthese und Bearbeitung
    • Darstellung und Einüben unterschiedlicher Stabilisierungstechniken
    • Äußere Sicherheit und Innere Sicherheit
    • Distanzierungstechniken
  • Block 5
  • Abschied und Neuorientierung
  • Psychohygiene
  • Mitgefühl und Achtsamkeit in der Arbeit mit sich selbst und Traumatisierten

 

Absolventen der Fortbildung
erwerben die Fähigkeit:

  • Traumatisierungen zu erkennen und diagnostisch einzuordnen
  • geeignete Interventionen im Sinne von Entlastung, Stabilisierung und Ressourcenbildung anzuwenden
  • schrittweisen Umgang mit belastendem Material bis zur behutsamen Durcharbeitung
  • verschiedene traumaspezifische Übungen und kreativen Techniken anzuwenden
  • einen eigenen und persönlichen Zugang zum Thema "Bindungs-Trauma" im therapeutischen Kontext
  • In dieser Fortbildung wird das notwendige Grundwissen zum Thema Psychotraumatologie vermittelt. Durch traumatische Erlebnisse können sich verschiedene Störungsbilder einstellen, die während des Unterrichts nahegebracht und erklärt werden. Die Grundlage der Traumatherapie ist das Schaffen einer stabilen, sicheren Basis für die Betroffenen, von der aus behutsam das traumatische Ereignis bearbeitet und letztendlich in die Persönlichkeit und den Lebensprozess integriert werden kann. So wird Heilung und Ganz-Sein wieder möglich.
    Denn - nur die Zeit allein heilt keine Wunden!


Die Weiterbildung wird geleitet
von der Trauma-Therapeutin Debra Burns-Merget. Mit ihren praktischen Erfahrungen aus den Bereichen ambulanter und stationärer (systemischer) Beratung, Psychotherapie und Traumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und ihrer großen Bandbreite an Wissen und praktischen Handlungskompetenzen in der Familientherapie, wird von ihr der Unterricht motivierend, strukturiert und abwechslungsreich gestaltet.

Seminarleitung:
Debra Burns-Merget
Diplom-Sozialpädagogin (FH)
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Familientherapeutin / Zertifizierte Systemische Therapeutin (SG)
Traumatherapeutin und Dozentin für Integrale Traumatherapie und Systemische Therapie
Ego-State-Therapie / Weiterbildung bei Jochen Peichl
Weiterbildung bei Ellert Nijenhuis: Traumabezogene Dissoziationen der Persönlichkeit
Supervisorin und Coach (DGSF)
Marte Meo-Therapeutin
Trainerin und Coach für Stressbewältigung und Achtsamkeit

Ort:

Heilpraktisches Zentrum für Psychotherapie - Claudia Eckert

 

Innerer Ring 1 - 63486 Bruchköbel

 

Termine 2018:

1. Modul: 10.+ 11.03.2018
2. Modul: 28.+ 29.04.2018 
3. Modul: 23.+ 24.06.2018
4. Modul: 11.+ 12.08.2018
5. Modul: 22.+ 23.09.2018

Kosten:

Pro Seminar 230,- € oder
monatliche Zahlung von März 2018 - Oktober 2018 in
8 Monatsraten à 144,- € zahlbar per Dauerauftrag (immer zum ersten jeden Monats) sind ebenso möglich.

 

Alle angegebenen Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 Umsatzsteuergesetz erhebe ich keine
Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.
 

Platzreservierung:

Hier klicken und sich unverbindlich vormerken lassen
 

Anmeldung:

Um schriftliche oder telefonische Anmeldung wird gebeten
Mail: info@psychotherapie-eckert.de   
Tel.: 06181 - 440 66 95 oder 0176 - 41 53 41 33
Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
 

Zertifikat:

Am Ende der Fortbildung wird ein schulinternes Zertifikat ausgehändigt.

  Kontakt:
  Claudia Eckert
  Innerer Ring 1 
  63486 Bruchköbel  
  phone: 06181 - 440 66 95
  E-Mail: info@psychotherapie-eckert.de
 

   Quellenangabe Bildmaterial: v.o.n.u.© Claudia Brefeld/pixelio.de, © Debra Burns-Merget

 

 

Copyright © 2012  Claudia Eckert 

Kontaktformular

Impressum

Sitemap